Erfahrungsaustausch mit Sloweniens letzter Kohleregion
Fachlicher Austausch zum Strukturwandel zwischen dem Freistaat Sachsen und der Region SAŠA in Velenje, Slowenien
Vom 22. bis 26. Juni 2026 fand ein Austausch zum Just Transition Fund (JTF) zwischen dem Freistaat Sachsen und der slowenischen Region Savinja-Šalek (SAŠA) statt. Gastgeber war das Just Transition Center der Regionalen Entwicklungsagentur SAŠA in der Stadt Velenje. Der Austausch (»JTPeers Exchange«) wurde von der Just Transition Platform der Europäischen Kommission begleitet, welche die Umsetzung des JTF in Europa unterstützt. Neben einer Delegation vor Ort brachten sich weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen online in den Austausch ein, darunter das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, das Center for the Transformation of Chemistry (CTC), das Lausitzer Energieunternehmen LEAG und Vertreter aus dem SMWA und SMK. Gegenstand des Austauschs waren die Themen Wirtschafts- und Forschungsförderung für neue Wertschöpfungsketten, die Nachnutzung von Kohleinfrastruktur sowie auch die Fachkräftesicherung für neue Berufsfelder.
In Velenje befindet sich die letzte Kohlemine Sloweniens, welche im Jahr 2033 den Kohleabbau beenden und letztlich auch das angrenzende Kraftwerk Šoštanj nicht mehr beliefern wird. Die Betreiber von Kraftwerk und Mine sehen bereits verschiedene Um- und Weiternutzungsmöglichkeiten vor. So könnten die Kohleminen zur Speicherung von Gasen genutzt werden. Das Kraftwerk soll künftig ausschließlich erneuerbare Energien einsetzen. Zugleich ist die gesamte Region mobilisiert und sorgt mit dem Just Transition Fund beispielsweise dafür, dass das kommunale Fernwärmenetz an die künftige Versorgung angepasst wird und dass sich neue Unternehmen vor Ort ansiedeln. In Slowenien werden damit vergleichbare Prioritäten wie im Freistaat Sachsen mithilfe des JTF gesetzt: Neben der Erzeugung sauberer Energie steht die wirtschaftliche Diversifizierung im Vordergrund.
Trotz unterschiedlicher Wege in der Umsetzung des JTF fanden sich viele verbindende Elemente zwischen beiden Regionen. So sind sie sich einig, dass die politische und finanzielle Unterstützung für den Kohleausstieg fortgesetzt werden muss, um bisherige Erfolge nicht zu gefährden und die Transformation auch künftig wirtschaftlich, sozial und ökologisch gerecht zu gestalten.
Weitere Informationen zum JTF in Sachsen auf der Website des SMIL