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Perspektiven der Regionalentwicklung

© Adobe Stock/peshkov

Herausforderungen

Mit Blick auf den wirtschaftlichen Bedeutungsverlust der Braunkohleindustrie, die Besonderheiten bei der Bevölkerungsentwicklung sowie die Lage und ländliche Prägung der Regionen ergeben sich insbesondere für Kohlereviere wie die Lausitz, aber auch in Mitteldeutschland, enorme strukturpolitische Herausforderungen. Die zumeist kleinen und mittelständischen Unternehmen agieren aufgrund fehlender Anreize und mangels Befähigungen noch eher zurückhaltend innovations- und exportorientiert. Zudem steht die Region Lausitz bei Ansiedlungsentscheidungen in Konkurrenz zu den benachbarten polnischen Standorten. Infrastrukturelle Nachholbedarfe im Bereich Verkehr, Digitalisierung und Daseinsvorsorge sind Kernthemen, die es anzugehen gilt. Dazu braucht es neue Denkansätze bei der Regional- und Strukturentwicklung.

Ziele

Eine positive Entwicklung der sächsischen Braunkohleregionen geht einher mit der Stärkung des Potenzials der ansässigen Wirtschaft. Parallel muss sich viel Kraft auf die Ansiedlung von innovationsorientierten Unternehmen konzentrieren, die auch neue Arbeitsplätze in den Regionen schaffen. Voraussetzung für diese Ziele ist die bessere Vernetzung der Wirtschaftszentren mit den peripheren Räumen. Dazu gehören insbesondere eine bessere Erreichbarkeit und verlängerte Wertschöpfungsketten.

Maßnahmen

Im Handlungsfeld der regionalen Wirtschaftsförderung geht es in den Kohleregionen vor allem um:

  • die Entwicklung von Flächen für Gewerbe- und Industriestandorte für die Ansiedlung größerer Investitionsmaßnahmen,
  • die Entwicklung von unkonventionellen Instrumenten und neuen Konzepten in der Wirtschaftsförderung,
  • eine integrierte, innovationsgetriebene regionale Entwicklungsstrategie,
  • die Ansiedlung von Bundesbehörden in Kombination mit Forschungseinrichtungen als Anreiz für die Ansiedlung von neuen bzw. die Erweiterung bestehender Unternehmen,
  • die Etablierung der Lausitz als europäische Modellregion Strukturentwicklung,
  • die Vereinfachung rechtlicher Grundlagen für Investitionen (z. B. für die Planungsbeschleunigung).
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