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Fakten

Die Bergbauregion in Mitteldeutschland um Leipzig und Halle schreibt eine mehr als 150-jährige Geschichte der Braunkohlegewinnung. Sie verfügt über zehn Milliarden Tonnen geologische Braunkohlevorräte, von denen zwei Milliarden Tonnen wirtschaftlich abbaubar sind – also deutlich weniger als in den anderen beiden großen deutschen Braunkohlegebieten in Nordrhein-Westfalen und der Lausitz. Neben der Rekultivierung der über die Jahre in Anspruch genommenen Flächen wird weiter Braunkohle gefördert.

2018 betrug die jährliche Fördermenge 17,7 Millionen Tonnen, davon 11,1 Millionen im sächsischen Teil. Die derzeitige Betriebsfläche liegt bei rund 12.200 Hektar. Viele Arbeitsplätze sind von der Kohle abhängig: Ende Juli 2019 waren im mitteldeutschen Braunkohlerevier einschließlich der Kraftwerksbeschäftigten der Braunkohleunternehmen noch rund 2.300 Menschen beschäftigt.

Die größte regionale Bergbaugesellschaft im Mitteldeutschen Revier ist die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) mit Sitz im sachsen-anhaltinischen Zeitz. Sie betreibt in der Region die letzten beiden aktiven Großtagebaue: zum einen in Profen an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt zu Sachsen, wobei nur ein kleiner Teil des Abbaugebietes sich in Sachsen befindet. Zum anderen gehören die Tagebaue Vereinigtes Schleenhain südlich von Leipzig zur MIBRAG, die 1994 nach der Übernahme der Treuhandbetriebe durch ein Firmenkonsortium entstand und seit 2009 zur tschechischen Industrieholding EPH gehört.

In kleinerem Maßstab fördert die Romonta GmbH im Tagebau Amsdorf in Sachsen-Anhalt Braunkohle. Diese zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Bitumen aus, wodurch sie zur Herstellung von Montanwachs geeignet ist – ein Industriestoff, der für Schuhcreme und Polituren verwendet wird.

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