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Energieeffizienz und erneuerbare Energien ausbauen

Eine Solaranlage mit vielen Solarpanels. © unsplash

Herausforderungen

Die Energiebranche hat sowohl in der Lausitz als auch im Mitteldeutschen Revier eine langjährige Tradition. Sie galt gerade in Ostdeutschland bis zur Wende als tragender und heute noch als ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor. Angesichts der klimapolitischen Ziele, die sich die Bundesregierung und die Europäische Union gesetzt haben, müssen die Energiesysteme in Deutschland umfassend umgebaut werden. Unternehmen in den Braunkohleregionen stehen deshalb vor großen Herausforderungen. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2038 ist es notwendig, neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Ziele

Zentrale Aufgaben sind die Umstellung auf zukunftsfähige energieeffiziente Energien und die gleichzeitige Gewährleistung der Versorgungssicherheit und der Preisstabilität. Es geht zum einen um eine stabile Energieversorgung besonders für energieintensive Industrien durch dezentrale Systemlösungen zur Stromproduktion. Zum anderen muss die Sicherung der Wärmeversorgung durch alternative Ansätze vorangetrieben werden.

Des Weiteren gilt es, den Transformationsprozess so zu gestalten, dass insbesondere die Lausitz als Industriestandort mit hochwertigen und gut bezahlten Arbeitsplätzen erhalten bleibt – wenn auch unter veränderten Rahmenbedingungen. Anknüpfend an die industrielle Tradition und die Stärken der regionalen Wirtschaft gilt es, hierfür eine neue Strategie für die Profilierung der Region zu entwickeln.

Maßnahmen

Erneuerbare Energien einschließlich Wasserstoff und zukunftsweisende Speicherlösungen sind die Schlüsseltechnologien für die Zukunft der Lausitz und des Mitteldeutschen Reviers. Dabei sollen vor allem nachhaltige Lösungen entwickelt und unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • der Ausbau bzw. die Ansiedlung von Technologienzentren und Forschungsinstituten wie einem Fraunhofer-Institut für Speichertechnologien mit Doppelstandort in Cottbus (Brandenburg) und Görlitz (Sachsen),
  • Steuerungssysteme für die dezentrale Energieerzeugung und intelligente Stromverteilungsnetze,
  • die Nutzung erneuerbarer Energien in öffentlichen Infrastrukturen und
  • die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten.

Verschiedene Akteure greifen diese Themen bereits in der Forschung und Entwicklung auf:

  • Die Sächsische Staatsregierung hat am 27. August 2019 Planungsmittel für ein neues Wasserstoff-Forschungszentrum in Görlitz freigegeben. Im »Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz (HLG)« auf dem geplanten Innovationscampus werden Siemens und die Fraunhofer-Gesellschaft die Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff untersuchen. Görlitz soll damit langfristig zu einem Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologien und für klimafreundliche, digitale Industrieprozesse entwickelt werden. Siemens und Fraunhofer-Gesellschaft wollen rund 30 Millionen Euro in Görlitz investieren. 100 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze sollen entstehen.
  • Im Mitteldeutschen Revier befindet sich das Wasserstoffprojekt »Hypos« in der Initialphase. Im vom Bund geförderten Innovationsprojekt sind zahlreiche sächsische Partner vertreten, die sich mit der Herstellung, Speicherung, Verteilung und breiten Anwendung von Grünem Wasserstoff in den Bereichen Chemieindustrie, Raffinerie, Mobilität und Energieversorgung beschäftigen.
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